Das Verhältnis der katholischen Kirche zu Martin Luther war lange und ist in Teilen heute noch gespalten. Und doch war er nur ein Mann der die Missstände seiner Zeit erkannte und anprangerte.
Luther kam schon früh in seinem Leben mit der Kirche in Berührung. Als Sohn eines Hüttenmeisters in Mansfeld aufgewachsen, konnte er im Gegensatz zu vielen anderen Zeitgenossen eine schulische Bildung erhalten und war in der Kirche im Ort Ministrant. Diese enge Beziehung zu Bildung und Kirche versetzte ihn in die ungewöhnliche Lage analytisch den Zustand des Klerus und die Entfernung der christlichen Lehre von den einfachen Leuten anzuprangern. Nach Mansfeld kehrte er später allerdings nicht mehr zurück.