Es muss so in den Achtzigern gewesen sein.
Rucksacktourismus war gerade sehr in Mode und so konnte auch ich mich nicht davor verschließen, als ich mit 25 Jahren aus der Uni kam und meinen Abschluss in Anthropologie in der Tasche hatte. Man sagt, Rucksackreisen seien ein typisches Mittelschichtsphänomen. Für mich stimmt das. Eine der ersten Stationen auf meinem Weg nach Osteuropa und später Asien war die Stadt Lebus an der Grenze zu Polen. Nicht viele Menschen lebten hier, gerade einmal 4000 Einwohner nannten die Stadt ihr Zuhause. Ein Einwohner erzählte mir damals, dass die ersten Spuren der Besiedlung von Lebus bereits mehr als 1000 Jahre alt seien.