Die Umzugskostenbeihilfe ArGe stößt in letzter Zeit auf immer mehr Kritik. Nicht nur die Sozialverbände sondern auch die Verbraucherschutzzentrale kritisieren, dass die Zuschüsse viel zu niedrig ausfallen würden. Die zuständigen Behörden wollen diese Kritik aber nicht gelten lassen. Die Zuschüsse sind ausreichend. Die Beihilfe soll ja schließlich keine Luxusumzüge finanzieren sondern nur für das Mindeste aufkommen.
Gestritten wird nun darüber, was wirklich das Minimum ist. Die Verbraucherschutzzentrale Kassel führt beispielsweise vor, wie ein Umzug mit Beihilfe laut den Behörden aussehen soll. Der Antragssteller bekommt drei Umzugskartons gestellt. Pro weitere Person, die im Haushalt lebt, kommt noch ein weiterer Umzugskarton hinzu. Wie soll man aber seine Bücher, Haushaltsgegenstände und Bekleidung in nur drei Umzugskartons verstauen? Die Sozialverbände haben sich dieser Kritik angeschlossen und fordern, dass die Umzugskostenbeihilfe ArGe endlich realistische Annahmen machen muss. Die Sätze für Umzugsmaterialien sind derzeit viel zu niedrig!
Auch ein weiterer Punkt stößt sauer auf. Die Antragssteller müssen je nach gesundheitlichem Zustand selbst beim Umzug mithelfen. Eigentlich ist dies eine gute Idee, denn so lassen sich die Umzugskosten zuverlässig senken. Doch nicht selten führt dies dazu, dass die Umzugshelfer einer Möbelspedition das Tragen von schweren Haushaltsgeräten verweigern. Die Umzugskostenbeihilfe ArGe sollte also dringend überdacht werden, denn derzeit erfüllt sie nicht ihren Zweck.