Was ist eine Beiladung? Beiladung ist gewissermassen "Ladefächen-Sharing". Die Spedition nutzt also den noch freien Platz in einem anderen Transport und packt Ihr Umzugsgut mit dem von jemand anderem zusammen. Das bedeutet, dass die Spedition halbleere Transporte vermeidet und der Frachtraum optimal genutzt wird. Das spart natürlich Kosten und kann als erheblicher Preisvorteil an die Kunden weiter gegeben werden. Somit ist die Beiladung ideal für kleine Umzüge oder den Transport von Einzelstücken. Wenn Sie diese Möglichkeit nutzen möchten, setzt das allerdings voraus, dass Sie zeitlich nicht unter Druck stehen oder an einen bestimmten Termin gebunden sind. Daher sollten Sie sich rechtzeitig erkundigen, wann und wie Sie eine Beiladung bekommen können. Am besten eignen sich Gegenstände für eine Beiladung, auf die Sie nicht dringend angewiesen sind.
Mittlerweile gibt es Sammelgut-Speditionen, die sich auf den Beiladungsbereich spezialisiert haben, aber auch die klassischen Fach-Speditionen bieten diese Option an. Eine Sammelgutfirma übernimmt meist nur den Transport, Verpacken und Verladen wird oftmals dem Kunden überlassen. Eine klassische Spedition wird dagegen auch diese Aufgaben übernehmen, dafür ist hier aber oftmals mit längeren Wartezeiten zu rechnen, bis eine Transportmöglichkeit vorhanden ist. Wie Sie sich auch entscheiden, vergleichen Sie in jedem Fall vorab mehrere Angebote. Oftmals ist es günstiger, eine Firma am Zielort zu beauftragen, da hier auch noch die Möglichkeit besteht, eine Leerfahrt zu ergattern. Das heisst, wenn die Spedition gerade sowieso etwas in Ihren jetzigen Wohnort liefert, kann sie auf dem Rückweg Ihre Sachen einladen.
Die Umzugsfirma haftet auch im Fall einer Beiladung für Schäden an Ihrem Eigentum. Allerdings nur dann, wenn Sie beweisen können, dass diese Schäden nicht schon vorher vorhanden waren und nicht durch Ihre mangelhafte Verpackung entstanden sind. Wenn Sie also auf Nummer Sicher gehen möchten, lassen Sie die Mitarbeiter der Spedition einpacken und wenn Sie besonders wertvolle Gegenstände transportieren lassen, schliessen Sie zusätzlich eine Transportversicherung ab. Bestimmte Dinge sind jedoch grundsätzlich von der Haftung ausgeschlossen, dazu gehören zum Beispiel Pflanzen und Computer. Sprechen Sie vorab mit dem Spediteur über Versicherungsfragen, prüfen Sie Ihr Umzugsgut nach dem Transport auf verdeckte Schäden und lassen Sie diese schriftlich bestätigen. Weitere Mängel, die Sie erst später entdeckt haben, können Sie innerhalb einer Frist von zehn Tagen reklamieren.